Die kumulative Wirkung posttraumatischer Symptome

Um auf Bedrohungen zu reagieren, kann eine Organismus angreifen und kämpfen, fliehen oder erstarren. Ist es nicht möglich zu kämpfen oder zu fliehen, kontrahiert der Organismus instinktiv und fällt – als letzte Möglichkeit – in Erstarrung. Während dieser Kontraktion, wird die, für den Angriff oder die Flucht, bereitgestellte Energie komprimiert und im Körper gebunden.

Bis diese Erstarrungsreaktion chronisch wird, vergehen oft Monate. Eigentlich gäbe es genug Zeit um potentiell traumatisierende Erlebnisse aufzulösen bevor sich posttraumatische Folgestörungen entwickeln und festsetzen.

Viele Menschen wissen jedoch gar nicht, dass überhaupt etwas unternommen werden müsste. Jedes neue Durchlaufen des Erstarrens und Wiederauftauens der Erlebten Situation – etwa ausgelöst durch Trigger, die an die traumatische Situation erinnern – verstärkt die im Nervensystem gespeicherte Energiemenge. Es kommt ein spiralförmiger Prozess in Gang, der den Körper zwingt, immer mehr Symptome zu entwickeln, um diese bereitgestellte Energie unter Kontrolle zu bringen.

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