Trauma und Flashbacks

Menschen die einem überwältigenden Ereignis ausgesetzt waren, spalten häufig Ihre sensorischen Erinnerungsfragmente ab. Körperliche Empfindungen, Geräusche, Gerüche, Gedanken und Emotionen, die mit dem Trauma verbunden sind, können zu Flashbacks führen, solange das Trauma nicht aufgelöst ist. So lange das Trauma nicht verarbeitet wurde, bleiben die Stresshormone, die der Körper zu seinem Schutz ausschüttet aktiv. Verhaltensmuster und Reaktionen, der ursprünglichen traumatischen Situation, wiederholen sich ständig.

Vielen traumatisierten Menschen, ist nicht bewußt, warum sie oft auf den geringsten Reiz so heftig reagieren, als wären sie wieder der ursprünglichen traumatischen Situation ausgesetzt. Flashbacks von Traumata, sind in gewisser Weise schlimmer als das ursprüngliche Trauma selbst. Denn ein traumatisches Ereignis, hat einen Anfang und ein Ende. Es ist jedoch nie vorhersehbar wann Flashbacks auftreten und wielange sie andauern werden. Dies führt dazu, dass traumatisierte Menschen, ihr Leben möglichst so organisieren, dass sie Flashbacks vermeiden. Diese ständige, anstrengende Abwehr von unsichtbaren Bedrohungen, ist der Grund, warum traumatisierte Menschen, häufig am Rande der Erschöpfung sind und alle möglichen körperlichen und psychischen Symptome entwickeln.

Wenn sich die zersplitterten Erinnerungen an ein Trauma immer wieder bemerkbar machen, prägen sich diese Erinnerungen unter mitwirken der ausgeschütteten Stresshormone immer tiefer in das Gedächtnis ein. Dies kann dazu führen, dass das berufliche und private Leben von traumatisierten Menschen, unverhältnismäßig anstrengend wird. Die Flashbacks führen zu einer ungewollten Orientierung der Betroffenen auf die Vergangenheit und dadurch zu einem Gefühl, nicht mehr richtig, mit der Umwelt und dem Hier und Jetzt verbunden zu sein.

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