EMDR ist eine integrative psychotherapeutische Methode

Manche Therapeuten sind der Meinung, eine Behandlung mit EMDR, desensibilsiere die Klienten lediglich gegenüber traumatischem Material. Somit wäre EMDR nur eine Form von Expositionstherapie, wie sie in der Verhaltenstherapie zur Behandlung von Ängsten eingesetzt wird.

Es ist sicherlich richtig, dass die Klienten während der EMDR-Sitzungen, mit dem belastenden Material konfrontiert werden. Bei einer klassischen Expositionstherapie, soll jegliche Unterbrechung der Expositon vermieden werden. Während der EMDR-Sitzungen werden die Klienten jedoch aufgefordert zuzulassen was auch immer geschehen mag und die Exposition wird durch Nachfragen des Therapeuten systematisch unterbrochen. Dies widerspricht der Vorstellung einer reinen Expositionstherapie, bei der die Klienten angehalten werden, immer auf die Momente der stärksten Belastung zu fokussieren und dabei zu bleiben.

Durch die Arbeit mit EMDR, kommt vielmehr ein Fluss der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse in Gang, der es den Klienten ermöglicht, ihr Trauma als ein kohärentes Ereignis in der Vergangenheit zu verstehen. Dies ermöglicht ein Loslassen von den oft quälenden, unzusammenhängenden Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen unter denen traumatisierte Menschen so häufig leiden.

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